Der Puli-Körper mit seiner fester Konstitution, dem feinem Knochenbau, und der doch sehnig und muskulösen Konstition, bildet mit dem Rumpf und den Gliedmaßen bildet ein Quadrat. Es ist schon schwieriger, die einzelnen Körperformen im Detail zu betrachten, da der ganze Körper von dem charakteristischen Schnurbehaarung (Zottkleid) bedeckt ist.
Die Puli-Rute wird über den Rücken geringelt getragen, wodurch der Rücken gegen die Kruppe zu steigen scheint.
Der Puli-Kopf ist im Ganzen als klein und fein zu bezeichnen. Von vorn betrachtet wirkt er rund, von der Seite elliptisch. Die Augenbögen sind gut ausgeprägt und sind rund. Ein etwas betonter Stop, ein gerader Nasenrücken, nicht spitz, vielmehr als stumpf abgerundet zu bezeichnen. In der Farbe des Nasenspiegel, der Augenlider und der Lefzen ist ein absolutes Schwarz gewünscht. Die Lefzen sind straff anliegend. Die Augen werden durch die langen Haare wie von einem Schirm beschattet, wodurch der Kopf kugelrund erscheint.
Das Puli-Gebiß zeigt ein regelmäßiges, kräftiges Gebiß. Die Schneidezähne schließen sich als Schere, der untere Eckzahn steht knapp vor dem oberen, die übrigen Zähne greifen ineinander.
Der Puli-Hals wird in einem Winkel von 45° zur Waagerechten getragen, ist fest und muskulös. Durch die reiche Behaarung ist keine scharfe Grenze bemerkbar; zeigt sich eine solche, dann deutet das schon irgendeinen Fehler an.

An Farbgebung findet man den Puli in mehreren Farben. Heute wird er gezüchtet in schwarz (mit rostrotem Anflug), in allen Schattierungen von grau und auch in weiß. Aber auch falbfarben wie auch maskenfalbfarbene Pulis komplettieren heute die Farbpalette.
Bzgl. der Größe und der Maßangaben verweisen wir auf die FCI-Werte, die vom Klub für ungarische Hütehunde in einer einfach erkenntlichen Maßtabelle eingestellt worden sind.
Typisch für den Puli ist sein charakteristisches Zotthaarkleid. Dieses wird weder gebürstet noch gekämmt. Zur Pflege braucht man nur fleißige Hände.
Ab dem achten Monat bilden sich die typischen Zotten und nun ist kurzfristig etwas Arbeit angesagt, d.h. mit den Händen werden die Haarsträhnen bis auf die Haut auseinandergerissen. Nicht jeder Puli mag das “Herumgezupfe”. Aber, was sein muß, muß sein, denn nur ein gepflegter Puli ist auch ein gesunder Puli.
Hat er sich schließlich erst einmal daran gewöhnt, läßt er es auch ohne weitere Komplikationen über sich ergehen, so nach dem Motto: “… denn mach doch was du willst …”. Bedeutet dies doch nochmals eine weitere Portion Aufmerksamkeit und Zuwendung seines Menschen. Versteht sich von selbst, daß jeder Puli während des Zott-Vorgangs immer wieder gestreichelt wird!!!
Ein Leckerchen wird übrigens liebend gerne als Belohnung angenommen und bringt oft famose Erfolge. *g*
Sobald die “Zotten-Pracht” gut angelegt ist, genügt gelegentliches nachzotten, d.h. das nachträglich Auseinanderziehen der einzelnen Strähnen. Mancher strickt, wir zotten/zotteln!
Mit drei – vier Jahren steht der Puli dann in seiner vollsten “Schönheit” vor uns. Gekürzt kann das Fell selbstverständlich werden, so daß die Zotteln nicht bis auf den Boden reichen.
Bzgl. der Zottenlänge bzw. der Trimmung (Schnittstil) gelten unterschiedliche, z.T. landestypische Regeln, zu denen wir hier keine Empfehlungen geben.
Selbstverständlich wird der Puli auch gebadet! Allerdings brauchen die Zotten recht lange zum Trocknen, was das häufige Baden nicht nur deshalb in Abrede stellt. Ab und zu reicht denn auch eine “Unterbodenwäsche” aus. “Tip zum Baden – es sollte früh damit begonnen werden, den Junghund an das Baden zu gewöhnen.”
Positiv an dieser Art des Felles ist, daß es praktisch nicht haart, sicherlich zur Freude so mancher Familienfrau.