Der als robust zu bezeichnede Puli ist nach verschiedenen Belegungen aus dem asiatischen Raum kommend, schließlich vor Jahrhunderten in Ungarn wiederzufinden gewesen und seither als dort beheimatet anzusehen.
Tontafeln, deren Alter auf etwa 7000 – 8000 Jahre geschätzt werden, zeigen bereits einen Puli, wie man ihn heute kennt. In der Literatur wurde der Puli erstmals 1751 als “Ungarischer Wasserhund” erwähnt und in dem 1901 von L. Mehely erschienen Buch „Welt der Tiere“ wird ein Hütehund beschrieben, der dem Puli sehr nahe kommt.
Durch die ungarischen Gebietsverluste nach dem 1. Weltkrieg an die CSSR, Rumänien, Rußland und Jugoslawien gingen viele Pulis samt ihrer Herden für Ungarn verloren, was durch den Einsatz des 1924 unter Dr. Raitsaits gegründet neuen Klub zur Zucht von ungarischen Hütehunden wieder ins Gegenteil gekehrt werden konnte. Allerdings bedeutete auch der 2te Weltkrieg mit seinen Auswirkungen in alle Richtungen erneut eine immense Dezimierung des Pulis. Und erst ab 1950 ging es in Ungarn mit der Puli-Zucht wieder aufwärst.
Den Einsatz als Herden-Hüte-/Schutz-Hund verdankt der Puli dem Ungarn, der schließlich seine Kraft, seine Agilität als auch seine Ausdauer zu schätzen lernte. Und mit diesem Einsatz stieg der Wert eines Pulis bis hin zur Tatsache, daß durchaus bis zu einem Jahresgehalt für ein Puli gezahlt wurde.
Die Verbreitung in Deutschland ist im Vergleich mit manch anderen Rassen, wohl eher als gering zu bezeichnen. In Österreich, das aufgrund seiner geographischen Nähe zu Ungarn, erfreut sich der Puli dort allerdings eines etwas höheren Bekanntheitsgrades.
Allerdings scheint der Puli – bislang auch im vernünftigen Ausmaß – seinen Zug durch die Welt stetig fortzusetzen, was die verschiedenen Puli-Clubs in z.B. England oder auch Amerika zu belegen scheinen. Bleibt also zu hoffen, daß der sich einer immer größeren Beliebtheit erfreuende Puli, nicht irgendwann durch eine ausufernde, unkontrollierbare Nachzucht, in die Reihe der sogenannten “Modehund”-Zuchten eingestellt werden muß, die dann mit schweren und schwersten physischen, wie auch psychischen Schäden rein zum Zwecke des Geldmachens gezüchtet werden.
Auch der Pulis ist – wie jedes andere Wesen natürlich ebenso – ein Lebewesen, welchem Respekt, Güte und viel Liebe gezollt werden muß, so daß er uns, den Menschen, als langjähriger Lebensabschnittsgefährte begleitet. Sein Wesen und seine Eigenschaften wie Treue und Liebe, um nur einige wenige zu nennen, gilt es auch weiterhin unbedingt zu erhalten.